Das Welterbe - ein Auftrag an die Menschheit
Die Rettung der Tempel von Abu-Simbel war die Geburtsstunde der UNESCO-Konvention von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Im Zentrum steht die revolutionäre Idee, dass der Schutz und die Erhaltung ausserordentlicher Kulturleistungen und einzigartiger Naturphänomene, die einen "aussergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, in die Obhut der gesamten Menschheit gestellt werden. Die Welterbekonvention ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Die Welterbeliste verzeichnet insgesamt 890 Stätten. Davon zählen 689 zum Kultur- und 176 zum Naturerbe, 25 Stätten gehören beiden Kategorien an.
Verkehrsverbindungen durch die Alpen waren seit jeher von grosser strategischer Bedeutung. In Bellinzona treffen gleich mehrere Passrouten auf engstem Raum zusammen - ein idealer Ort zur Kontrolle des Transitverkehrs. Die Wehranlagen von Bellinzona mit den Burgen Castelgrande, Montebello und Sasso Corbaro sowie deren Festungsmauern haben ihren Ursprung in der Altsteinzeit und waren seither gleichermassen nördliche Grenze der Poebene und südliche Bastion der Alpentäler. Heute ist das Bollwerk der bedeutendste Zeuge der mittelalterlichen Befestigungsbaukunst im Alpenraum.

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