Das Welterbe - ein Auftrag an die Menschheit
Die Rettung der Tempel von Abu-Simbel war die Geburtsstunde der UNESCO-Konvention von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Im Zentrum steht die revolutionäre Idee, dass der Schutz und die Erhaltung ausserordentlicher Kulturleistungen und einzigartiger Naturphänomene, die einen "aussergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, in die Obhut der gesamten Menschheit gestellt werden. Die Welterbekonvention ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Die Welterbeliste verzeichnet insgesamt 911 Stätten. Davon zählen 704 zum Kultur- und 180 zum Naturerbe, 27 Stätten gehören beiden Kategorien an.
Die "Pfahlbauten" sind prähistorische Siedlungsreste in Seen und Mooren rund um die Alpen. Die Kandidatur umfasst 156 von den rund 1000 bekannten Fundstellen in sechs Ländern (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, Österreich) und ist damit ein serieller transnationaler Vorschlag für die Liste des Welterbes. Die Kandidatur erfolgte unter der Federführung der Schweiz, hier zu Lande sind 15 Kantone beteiligt. Die prähistorischen Siedlungsreste erlauben eine lebendige Einsicht in die Entstehung und Entwicklung früher Agrargesellschaften um die Alpen. Nach der Prüfung der Kandidatur im Sommer 2010 ist mit einem Entscheid der UNESCO im Sommer 2011 zu rechnen.

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