Das Welterbe - ein Auftrag an die Menschheit
Die Rettung der Tempel von Abu-Simbel war die Geburtsstunde der UNESCO-Konvention von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Im Zentrum steht die revolutionäre Idee, dass der Schutz und die Erhaltung ausserordentlicher Kulturleistungen und einzigartiger Naturphänomene, die einen "aussergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, in die Obhut der gesamten Menschheit gestellt werden. Die Welterbekonvention ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Die Welterbeliste verzeichnet insgesamt 936 Stätten. Davon zählen 725 zum Kultur- und 183 zum Naturerbe, 28 Stätten gehören beiden Kategorien an.
Bereits im 11. Jahrhundert kultivierten Mönche an den steilen Abhängen zum Genfersee ihre Weinreben. Generationen von Bauern haben hier die einzigartige Terrassenlandschaft gestaltet, welche sich 40 Kilometer dem See entlang erstreckt, und somit eine der grössten zusammenhängenden Weinbauregionen der Schweiz bildet. Mit ihren 14 Dörfern und kleinen Städten widerspiegelt Lavaux auf eindrückliche Art die intensive Nutzung der Weinrebe sowie die Entwicklung einer lebendigen Kulturlandschaft, welche die Kontinuität und die Entwicklung spezifischer kultureller Traditionen erkennen lassen.

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