Das Welterbe - ein Auftrag an die Menschheit
Die Rettung der Tempel von Abu-Simbel war die Geburtsstunde der UNESCO-Konvention von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. Im Zentrum steht die revolutionäre Idee, dass der Schutz und die Erhaltung ausserordentlicher Kulturleistungen und einzigartiger Naturphänomene, die einen "aussergewöhnlichen universellen Wert" besitzen, in die Obhut der gesamten Menschheit gestellt werden. Die Welterbekonvention ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte.
Die Welterbeliste verzeichnet insgesamt 890 Stätten. Davon zählen 689 zum Kultur- und 176 zum Naturerbe, 25 Stätten gehören beiden Kategorien an.
In der Region Mendrisiotto, zwischen den südlichen Armen des Luganersees, erhebt sich der Monte San Giorgio. Neben der prächtigen Aussicht auf die Seenlandschaft öffnet er das Fenster zur Urzeit. Vor 230-245 Millionen Jahren breitete sich hier ein Meeresbecken mit subtropischem Klima aus. Seit 150 Jahren werden Fossilien von Reptilien, Fischen und Krustentieren aus den Gesteinsschichten erforscht. Der Monte San Giorgio ist der beste Zeuge des Meereslebens der Trias- Zeit und die Hauptreferenz für künftige Entdeckungen von Meeresfossilien aus diesem Zeitabschnitt der Erdgeschichte.

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